Startseite
Über Reinkarnation
Rückführungen
Schutzengelkontakte
Jenseitskontakte
Sitzungsprotokolle
Protokoll Silvio
Protokoll Anna
Protokoll Barbara
Ein Jenseitskontakt
Über mich
Die Musik
Zeitschrift "Laura"
Gästebuch
Preise und Kontakt
Anfahrt
Impressum
Kontakt-Formular
Aktuell

 

Zuerst stelle ich Ihnen das Protokoll meines Freundes Silvio vor. Silvio hat in seiner Sitzung eine „klassische“ Rückführung in ein früheres Leben erlebt

 

Silvios Tor in seine früheren Leben

Silvios Tor in sein früheres Leben ist ein Gittertor aus Eisen, hat oben einen Bogen und ein altes Schloss. Der alte Griff lässt sich herunterdrücken.

 

Als Soldat

 

Hinter dem Tor ist es dunkel. Es ist tiefschwarze Nacht, der Boden unter Silvios Füßen fühlt sich kalt und nass an, als hätte es geregnet. Silvio fühlt unebene Pflastersteine. Er ist ein Mann, etwa 25 Jahre alt und allein. Die Füße sind schmutzig und er ist barfuß, trägt graue, einfache Kleidung, wie eine Soldatenuniform, eine Jacke mit Knöpfen.

Silvio hat Angst, hat das Gefühl es wäre Krieg. Er sieht jetzt verbrannte Erde, kahle Bäume, der Boden ist matschig. Er befindet sich irgendwo in Europa, wo genau kann er im Moment nicht sagen. Wieder betrachtet er die verbrannte Erde und die kahlen Bäume und empfindet weiterhin Angst, weil er ganz allein ist.

In der Ferne sieht Silvio ein altes Bauernhaus, eine Ruine, zu dem er nun geht. Es hatte einmal ein Reetdach, innen ist alles verbrannt. In der Nähe fließt ein kleiner Fluss. Das Schilf am Ufer ist abgeknickt, tote Kühe liegen dort. Es riecht noch nach Feuer, aber es brennt nicht mehr. Silvio geht zurück zum Haus. Hinter dem Haus liegt ein ganz kleiner Hof und ein kleiner Garten. Eine Holzbank steht da, auch hier ist alles schwarz vor lauter Ruß. Auch ein großer Baum steht hier, der seltsamerweise nicht verbrannt ist. Er ist ganz grün, trägt viele Kastanien. Außerdem liegt hier noch ein Pferdewagen, das Pferd ist aber nicht zu sehen.

Noch ist es sehr dunkel, aber in der Ferne wird der Himmel hell, als wenn dort die Sonne schiene. Silvio überquert eine kleine Brücke. Dahinter liegt eine schöne Wiese mit Pusteblumen. Hier riecht es nur noch ganz wenig nach Rauch. Auf der Wiese befindet sich ein Hügel, umgeben von einem kaputten Drahtzaun. Auf dem Hügel steht ein verschnörkeltes Kreuz mit einer Platte, deren Inschrift Silvio nicht lesen kann. Es handelt sich aber nicht um ein Grab. Wir fragen Silvios Höheres Selbst welche Bedeutung die Inschrift hat. Sofort kommt die Antwort: „Erinnerung an die Toten 1848“. Silvio fühlt, dass das Kreuz etwas mit seiner Arbeit zu tun hat. Noch einmal nimmt er sich als Soldat wahr, mit ganz kurzen Haaren. Er fühlt sich nicht wohl, hier war er noch nie, er will nach Hause.

Sofort wird Silvio durch sein Höheres Selbst in eine neue Situation geführt.

 

Belgien im 19. Jahrhundert

 

Als zehnjähriger Junge im Jahre 1819

Silvio befindet sich in einer engen Gasse aus Kopfsteinpflaster, trägt Holzschuhe, eine einfache Hose und Jacke, seine Mütze ist ihm zu lang, sie hängt bis auf die Schultern. Die Holzschuhe sind unbequem. In der Gasse sind viele Menschen, lautes Marktgeschrei ist zu hören. Silvio ist allein, hat aber keine Angst. Am Ende der Gasse wird es hell, dort ist der Markt. Die Menschen auf dem Markt tragen ebenfalls Holzschuhe, überall laufen Hühner herum. Jemand ruft Silvio, nennt ihn Jaque.

Er ist ein etwa 10 Jahre alter Junge, es ist ein schöner Tag, der Markt ist sehr groß. Um den Marktplatz herum stehen richtige Steinhäuser, sie sind schief, haben einfache Holztüren und Spitzdächer. Im Hintergrund weht eine Fahne, die Silvio aber nicht zuordnen kann, er hat sie noch nie gesehen. Darauf befindet sich ein Königswappen, das ein gelbliches Ritterschild zeigt sowie zwei Schwerter, die das Schild genau in der Mitte kreuzen.

Hinter dem Markt befindet sich links die Kaimauer auf die ein Weg zuführt. Silvio sieht am Kai Holzsegelschiffe. Im Hafen werden Fische (überwiegend Heringe) verkauft. Der Hafen liegt an einem künstlich angelegten Fluss, auf dem weitere kleine Segelschiffe fahren. Auf der anderen Seite des Flusses ist nichts, nur Wiesen und Wälder. Am Kai befinden sich Lagerhallen und Schuppen, auf der anderen Seite führt ein Weg zurück in die Stadt.  Dort sieht Silvio eine Kirche mit einem hohen, schlanken Turm. Vor der verschlossenen Tür befindet sich keine Treppe.
Alles ist hier ganz eng, dicht besiedelt, viele Menschen sind da.

Der Himmel ist nun ganz grau geworden, gleich wird es anfangen zu regnen. Silvio läuft nach Hause. Er muss weit gehen, wohnt irgendwo am Rande der Stadt, weit weg vom Hafen. Er wohnt in einem kleinen, grauen Haus mit zwei kleinen Fenstern. Ein Holzzaun ist davor. Silvio traut sich nicht ins Haus, mag nicht hinter den Zaun gehen. Er hat oft Angst davor, das Haus zu betreten. Drinnen ist es dunkel, nur eine Kerze brennt. Alles ist aus Holz, es gibt einen Tisch und Stühle. Alles ist alt und verbraucht, es ist schmutzig. In diesem Haus wohnt keine Frau, Silvio lebt mit seinem Vater allein. Er hat oft Angst vor ihm, noch kann er nicht sagen, warum. In einem Kamin brennt Feuer, viele leere Flaschen stehen herum. Die Weinflaschen hat sein Vater ausgetrunken.

Silvio schläft in einer Art Kammer mit einem Vorhang davor. Es riecht muffig und faulig, ist nicht schön in dem Haus. Silvio will wieder hinaus aus dem Haus, sein Vater, ein großer, schlanker Mann schlägt ihn. Jetzt steht er mit dem Rücken zu Silvio in der Tür, bückt sich, um etwas zu suchen. Silvio kann sein Gesicht nicht erkennen. Er sieht eine schwarze Jacke, die zum Beruf des Vaters gehört. Silvio glaubt, er ist Fuhrmann, denn neben der Tür hängt eine Gerte. Der Vater sucht noch immer nach etwas und unterhält sich dabei mit einem weiteren Mann. Sie suchen nun beide in einer Kammer, in der volle Weinflaschen stehen, um die es aber nicht geht.

Inzwischen ist später Nachmittag und Silvio hat Hunger. Er will zum Markt zurück, dort bekommt er Essen geschenkt, weil die Leute ihn kennen. Er hilft dort manchmal für Lebensmittel beim aufräumen. Dabei packt er alte, sehr schwere Holzkisten auf Pferdewagen. Diese Arbeit dauert bis zum Dunkelwerden. Silvio bekommt dafür Obst und Gemüse, manchmal auch Brot, aber kein Fleisch, weil er das nicht zubereiten kann. Sein Vater ernährt ihn nicht und gibt ihm kein Geld, Silvio schläft nur dort – allerdings ungern, weil es so stinkt in dem Haus. In diesem Haus ist er nicht geboren, seine Mutter ist schon sehr lange tot, er kann sich nicht mehr an sie erinnern. Er hat nur noch den Vater, aber der ist böse und schimpft immer. Er fürchtet sich sehr vor ihm. Am liebsten würde er weglaufen, auf einem Schiff anheuern. Dort wird er aber nicht genommen, weil er noch so klein ist.

Es ist nun dunkel, aber die Stadt ist erhellt mit Fackeln, es sieht sehr schön und einladend aus. Noch immer sind viele Menschen auf den Straßen, kaufen hauptsächlich Fisch. Silvio läuft herum, nach Hause ist ihm der Weg zu weit und er muss durch eine ungute Gegend gehen. Hier hat er aber keine Angst, die Leute kennen ihn und sind nett zu ihm. Silvio gelangt an eine Wirtschaft, eine gemütliche, alte Kneipe, in die er hineingehen darf. Er bekommt dort etwas Warmes von einer Frau Namens Julie zu essen. Julie ist sehr dick aber auch sehr freundlich und lieb. Für die damaligen Verhältnisse ist sie schon sehr alt – etwa um die 50. Silvio ist gern bei ihr. Julie humpelt aufgrund irgendeiner Krankheit, die Knie tun ihr weh. Silvio bekommt von ihr eine helle Bohnensuppe, die ist schön warm und schmeckt ihm gut. Immer hat er den selben Platz an der Theke, sitzt auf einem Bierfass und ist mit einem Holzlöffel aus einer Holzschale. Er darf hinter der Wirtschaft in einer kleinen Kammer auf Heu und Stroh schlafen. Er hat sogar eine Decke und fühlt sich wohl dort. Er schläft oft hier. Sein Vater ist froh, wenn er nicht da ist, Silvio ist eine Last für ihn. Die Wirtschaft gehört Julies Mann. Silvio schläft nun. Hier muss er immer früh aufstehen.
Der nächste Tag ist sonnig und warm. Das Leben der Stadt spielt sich wie immer am Markt ab.

Wir gehen nun immer weiter in der Zeit. Die Lebensumstände in Silvios 11. und 12. Lebensjahr sind unverändert.

 

Im 13. Lebensjahr

Silvio lebt noch immer in der selben Stadt. Er hilft den Schiffszimmerleuten bei der Arbeit. Dazu hobelt Silvio Bretter und bringt sie auf das Schiff. Die Bretter müssen ganz glatt sein. Er trägt auch schwere Eimer. Die Arbeit macht ihm Spaß. Die Schiffe, auf denen er hilft sind Fischerboote, sie haben auch Netze. Nun muss er den Schiffsrumpf mit einer schwarzen, stinkenden Farbe auspinseln. Noch ist er nicht auf einem Schiff mitgefahren. Er hängt sehr an Julie und lebt jetzt ständig bei ihr in der Kammer. Dem Vater ist er weggelaufen. Am Hafen werden neue Lagerhallen gebaut, die Stadt wächst, es kommen immer mehr Schiffe. Auch Holzfäller sind nun in der Stadt. Sie fällen am gegenüber liegenden Ufer die Bäume und bringen sie auf kleinen Kähnen über den Fluss. Das ist gefährlich wegen der Strömung. Auch Schmiede sind da, die Nägel für die Bretter der Zimmerleute herstellen. Diese Nägel sind eckig und ohne Kopf. Silvio hat viel zu tun.

 

Im 14. Lebensjahr

Silvio steht vor der Kirche, er möchte sie nicht betreten. Er schaut durch die Tür, drinnen findet eine Beerdigung statt. Nur wenig Menschen sind da. Es scheint die Beerdigung seines Vaters zu sein, Silvio wird hinein gewunken. Er möchte aber nicht hineingehen, es ist ihm egal. Die Tür der Kirche wird nun geschlossen und Silvio geht zum Hafen.

 

15. bis 25. Lebensjahr

Silvio sieht eine nebelige Landschaft, es ist kühl und er befindet sich auf einem Schiff. Er arbeitet dort und repariert gerade die Treppe, die nach unten führt und schon sehr kaputt ist. Es ist ein ziemlich kleines Handelsschiff, hat nur ein Segel. Gerade wurde abgelegt. Es handelt sich nur um eine kurze Fahrt. Silvio repariert diese „Hühnerleiter“ mit runden Sprossen. Er hat ein ungutes Gefühl, weil es so nebelig ist und man nichts sehen kann. Es ist unangenehm kühl und feucht. Seine Arbeit ist schwer und er weiß nicht, wohin das Schiff fährt. Es scheint sich um eine Ausnahme zu handeln, dass Silvio die Fahrt begleiten darf. Die Möwen rufen laut. Das Schiff fährt ganz langsam den Fluss hinunter, liegt ruhig im Wasser. Silvio ist enttäuscht, er hat sich die Arbeit anders vorgestellt. Am liebsten würde er wieder auf dem Markt arbeiten.

Wir gehen schrittweise weiter in der Zeit bis zum 17. Lebensjahr, in dem Silvio noch immer bei den Zimmerleuten arbeitet. Die Arbeit macht ihm wieder großen Spaß. Im 25. Lebensjahr arbeitet Silvio allein im Hafen als Zimmermann. Er ist nicht verheiratet, hat irgendwo eine Kammer und fühlt sich wohl. Er hat alles, was er braucht. Wir gehen nun in die nächste wichtige Situation in diesem Leben.

 

Im 35. Lebensjahr

Im Hafen liegen Kriegsschiffe mit Kanonen. Die Stimmung ist schlecht, die Leute sind unglücklich, es rumort, etwas steht bevor. Silvio arbeitet trotzdem weiter auf den Schiffen. Er repariert die Segel der Kriegsschiffe, wird gut bezahlt, alle wollen da arbeiten. Er ist nicht verheiratet aber glücklich. Er hat alles, was er braucht. Der Markt ist noch da, seine Freunde und oft wird er gerufen, weil er seine Arbeit so gut macht. Er möchte dort gar nicht mehr weg.

Ein halbes Jahr später sind die Kriegsschiffe verschwunden, die Stimmung wieder besser. Silvio fühlt sich nicht wohl, hat das Gefühl, er wäre krank. Der Kopf tut ihm weh, und das macht ihm Angst. Es gibt einen Medikus, aber er fürchtet sich davor, hinzugehen, weil er glaubt, schwer krank zu sein. Bezahlen könnte er ihn, hat aber Angst ernsthaft krank zu sein. Einen Monat später ist er noch immer krank. Inzwischen war er doch beim Medikus, der ihm aber nicht sagt, was er hat. Silvio arbeitet nun weniger. Einen weiteren Monat später liegt er schwer krank im Bett und arbeitet nicht mehr. Er hat am ganzen Körper Schmerzen, hat sich an irgendeiner Krankheit angesteckt. Es geht ihm schlecht.

 

Der Tod

Fünf Tage später geht es Silvio wiederum schlechter. Der Medikus sitzt an seinem Bett, er weiß nicht, was Silvio hat. Es sieht aber ernst aus. Jemand tupft ihm die Stirn ab, um Silvio wird es immer dunkler. Er hat jedoch keine Angst, es ist ein angenehmes Gefühl. Er hat immer weniger Schmerzen. Er spürt das Ende, kann nun nichts mehr erkennen. Silvio fühlt sich jetzt gut und befreit.

Da nichts mehr kommt, beenden wir die Sitzung.


Top
Rückführungen in Berlin  | susanne.semrow@gmx.de